Gegen die Baumfällungen im Baerler Busch: 100 Bürger beim Waldspaziergang

Ein Teil der Gruppe, der sich zu einem gemeinsamen Gruppenbild bereiterklärte

Rund 100 Bürger aus Duisburg-Baerl, Rheinberg, Moers und Umgebung trafen sich am Samstag, 12.10., im Baerler Busch. Sie sehen in den massiven Holzfällungen, die dort bereits erfolgt oder geplant sind, eine große Bedrohung des Waldes. In Kleingruppen wanderten sie durch den Wald, wo an ausgewählten Stationen Baumsachverständiger Gernot Fischer über die Folgen der Baumfällungen informierte.

Baumsachverständiger Gernot Fischer informiert die Teilnehmer über den Baerler Busch

Jeder Spaziergänger kann anhand der gelben oder roten Markierungen sehen, dass erschreckend viele Bäume des Baerler Buschs in der nächsten Zeit fallen sollen. Nicht nur kranke, sondern auch sehr viele gesunde, starke Bäume sollen den Sägen zum Opfer fallen. Der Regional Verband Ruhr (RVR), Besitzer des Waldes, betreibt dort Holzwirtschaft und will natürlich auch gutes Holz ernten – sein gutes Recht, sollte man meinen. Aber die Bürger waren sich einig, dass der RVR sein Waldkonzept umplanen muss, wegen des Klimawandels und nach den beiden Dürresommern, in denen der Wald extrem gestresst wurde. Durch die starken Fällungen wird der Wald weiter stark beansprucht: Schwere Fahrzeuge verdichten den Boden, zu viel Lichteinfall verstärkt die Austrocknung. Die Bäume, die im gelichteten Wald dann übrig bleiben, sind bei Stürmen viel stärker gefährdet, da sie sich nicht mehr gegenseitig schützen können. Was dem Wald gut tun würde, wäre eine lange Ruhephase, um sich zu erholen.

An einigen Stellen ist der Kahlschlag deutlich zu spüren.

Die Bürgerinitiative „Baerler Busch ist bedroht“ trifft sich am Mittwoch, 16.10. um 19:30 Uhr im Schwarzen Adler (Rheinberg-Vierbaum, Baerlerstr. 96), um über weitere Maßnahmen und Aktivitäten zu beraten.

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